Mittwoch, 27. Juni 2018

mit Ananas an den Strand

Es gab hier Familienmitglieder die waren sehr unzufrieden mit unserer schönen großen blauen Strandtasche vom Möbelschweden. 

Man muss findet nie den Schlüssel und den ebook Reader ... 

Ich musste vor dem letzten Urlaub also noch schnell eine Tasche nähen. Ich ... Tasche ... und schnell.
Spaß sieht anderes aus, aber wir konnten mit einer neuen Strandtasche in den Urlaub.






Extra Stoff wollte ich nicht kaufen habe also mal im Vorrat gewühlt und wollte schon mit grauen Streifen wieder auftauchen da hörte ich was von "aber bitte nicht grau, sondern bunt" :-)
äh ja ... dann mal noch tiefer gewühlt und die Stoffschätze umgangen ;-) und mit einem blumigen Baumwollstoff und einem etwas festeren Petrolfarbenen Stoff mit gelben Muster  (sollte mal eine Kinderhose werden) wieder aufgetaucht. 

Ich habe dann etwas planlos angefangen, habe dann hier und hier und hier etwas abgeschaut und hatte schlussendlich einen riesen Stoffbeutel im Format 58x24x42cm.




Da ich schon einen kleinen Blumenkoller von diesen Prilblumen hatte wurden zumindest die Träger unbunt aus einem Chambrayrest und damit sie irgendwie zum Rest passen mit Petrol abgesteppt. Ebenso zwei Außentaschen wovon eine mit einer aufgebügelten Ananas verhübscht wurde (gefunden in einer Kochzeitschrift :-) )

Vier  Handtücher, Badeklamotten, kleine aufblasbare Luftmatratze, Wasser, Bücher, drei Neoprenanzüge, Sonnenbrillen usw. ... alles hat Platz. Volumenmäßig nimmt die Tasche sehr sehr viel auf ... nur die Belastbarkeit des Stoffes und der Träger hat uns dann doch veranlasst sie nicht ganz voll zu stopfen.






Innen gibt es zwei Reißverschlusstaschen, Bänder für Schlüssel und Gummizugbeutelchen für Kleinkram.





So aussagekräftige Bilder fotografiere ich im Urlaub :-) ... deshalb jetzt nochmal leer von Innen:




Für die voluminösen kleinen Fächer habe ich zweimal die Stoffbreite genommen, unten eingereiht und oben mit Gummiband versehen.






Ihr merkt schon, das ist so momentan nicht die große Liebe. Hübscherer Stoff, stabilere Träger und bessere Vorbereitung wären besser gewesen, aber ihr wisst ja sicher ... nichts hält länger als ein Provisorium (ich hatte 15 Jahre einen selbstgebauten Esstisch aus günstigem Holz zum testen der Größe).







Falls ihr jetzt aber den ultimativen Tipp für eine hübsche Strandtasche habt, nur her damit, dann sammle ich jetzt Idden und vielleicht raffe ich mich dann besser vorbereitet nächstes Jahr nochmal auf.

Verlinkt beim Creadienstag

Mittwoch, 20. Juni 2018

MMM Spezial Jumpsuit Peppermint

Bis zu Ninas MMM Aufruf zum Jumpsuit Spezial hatte ich keinerlei  Gedanken daran verschwendet mir ein solches Kleidungsstück zu nähen.
Zu dem Zeitpunkt saß ich mit relativ schlechter Internetverbindung im Urlaub und hab mich ganz entspannt Etappenweise so ein bisschen durch die tolle Übersicht geschmökert.

Und kaum etwas mit dem Thema befasst tauchte bei Insta ein Jumpsuit nach dem anderen auf. ... oder hab' ich sie vorher gekonnt missachtet?







Vor allem dieser Schnitt war allgegenwärtig. Der Jumpsuit aus dem Peppermint Mag Issue 35. Ein kostenloses Schnittmuster entworfen von In The Folds.

Sollte ich doch so einen Einteiler nähen? Meine Gedanken waren schon beim Stofflager und bei einem blau gemusterten Stoff von Atelier Brunette (gewebteViskose?). Wieviel hatte ich denn davon gekauft? 





Laut Schnittmuster hätte ich 2,5  Meter benötigt. Die hatte ich natürlich nicht, sondern nur 2 Meter. Erste Ernüchterung. Den Schnitt gedruckt, geklebt und aufgelegt. Da lässt sich bei so großen Teilen wenig schieben, die Schnittteile sind durchgängig ohne Taillennaht.

Anderer Stoff kam da irgendwie schon nicht mehr in Frage ... das mußte doch irgendwie gehen.
Reste zusammengenäht um groß genuge Stücke für ein Probeteil zu haben und erst mal geschaut ob mir der Schnitt überhaupt passt und gefällt. Das Oberteil gleich mal 3cm gekürzt, schließlich bin ich keine 170 cm sondern nur 166 cm und Baggy mag ich nicht.

Das Probeteil saß gut, ich wollte einen Jumpsuit :-)





Perfekte Rückentiefe, geschlossen wird hier mit einem nahtverdeckten Reißverschluss.

Die Beine insgesamt 15cm eingekürzt, begradigt (sehr schöne Grafik bei Bombazine), das Futter für das Oberteil aus einem violetten Leinen zugeschnitten (Rest eines noch nicht verbloggten Shirts), bei den zugefügten Nahttaschen die Hälfte ebenfalls aus Leinen und das Bindeband aus 4 Teilen gestückelt und siehe da, der Stoff hat gereicht (keinerlei Reste mehr vohanden :-) ).




Den Schnitt und die Anleitung muß man loben. Bei einem kostenlosen Muster erwartet man ja eher wenig bis sparsamste Erklärungen und Passzeichen o.ä.. Aber hier war alles wirklich perfekt! Sehr schön Schritt für Schritt erklärt mit schönen Zeichnungen, damit können auch Anfängerinnen die Dopplung des Oberteiles.

Einzige Passformänderung meinerseits (vom kürzen abgesehen): unter der Achsel hab ich ein klein wenig enger genäht. Jetzt liegt der Armausschnitt perfekt an.

Am Wochenende wurde der Strampler (wie meine Familie mein neues Kleidungsstück "liebevoll" nennt) ausgiebig getestet und ich mag ihn (auch die Oberteillänge hat sich als ausreichend herausgestellt nachdem ich beim erstenmal hinsetzen dachte es wäre etwas knapp ... Anfängerfehler der Rocknäherin... wieso sollte man sich probesetzen?)





Jetzt bin ich gespannt wie viele Ninas Aufruf gefolgt sind und sich heute zum Spezial MMM  treffen.

Mittwoch, 6. Juni 2018

Ninni Culottes - MMM

Ninni und ich, das war sofort die große Liebe.






Culottes-Fan bin ich ja schon seit meiner Girl Friday Culottes (das ist übrigens der meist gelesene Beitrag auf meinem Blog, Wahnsinn, schon vier Jahre her und ich trage sie immer noch gerne, auch wenn ich anfangs dachte dass der Stoff nicht lange aushält, so kann man sich täuschen).

Jetzt aber zum aktuellen Modell: Ninni Culottes von named clothing 

Super simpel, ratz fatz, saubequem und geht immer!







Hier ein paar Impressionen der letzten vier Wochen und dabei habe ich noch gar nicht alle Varianten fotografiert ;-). 







Genäht habe ich meine Ninni aus einem Rest meines Every Day Skirts. Ich denke es handelt sich um Strech-Gabardine, soviel Elasthan und Kunstfaser dass es kaum knittern kann, schon sehr lange am Lager, kaufen würde ich das Material aktuell eher weniger, auch wenn es sehr pflegeleicht und angenehm zu tragen ist.







Hier mit Lizzy
Die Farbe, Olive ... geht meiner Meinung nach zu allem! Zumindest zu allem in meinem Schrank.








Hier mit Suzon.
Bei der Länge war ich etwas unschlüssig, zuerst hatte ich sie etwas länger abgesteckt, da ich aber momentan meist ganz flache Schuhe trage habe ich mich (zusammen mit meinem persönlichen Berater, auch Ehemann genannt) für die etwas sommerlichere "kürzere" Variante entschieden. Die Proportionen gefallen mir so sehr gut und ich liebe diese Weite um die Beine, schwingt fast wie bei einem Rock.







Jetzt mit Bloom ... und meinen typischen Campingplatzschuhen :-) 







Als Reisebeinkleid und als Wanderhose hat sich Ninni auch schon bestens bewährt.








Die Taschen wollte ich ein bisschen hübsch und habe den letzten Rest Liberty Stoff von meinem Anna Dress verwendet.
Von dem Stoff nochmal ein Meter und ein Oberteil daraus wäre ein Traum!






Leider ist aber so gar nichts mehr übrig von dem Traumstoff und so ist das Schrägband zum Saum hoch nähen anders, aber auch hübsch :-)







Verlinkt zum MeMadeMittwoch wo Wiebke heute in einem traumhaft schicken Schluppenkleid die Linksammlung moderiert.