Sonntag, 7. September 2014

Fliesenkunst und Malerei

Wir sind schon ein paar Tage wieder zurück aus dem Land von Michel, Pippi und Pettersson.



U-Bahnstation von Ängbyplan (Stockholm)

die Fliesen aus der Nähe betrachtet, hier eine Dame im Badeanzug



Genäht wird hier trotzdem Nichts, denn die Maschine befindet sich im Wellnessurlaub. 

Dafür wird gezeichnet (naja, eher gekritzelt). Keine Pläne die zwingend so umgesetzt werden, sondern eher nach dem Prinzip "was könnte aus dem Stoff im Lager entstehen?".




So kommt endlich mal das wunderschöne Fashionary dass das Christkind mir gebracht hat zum Einsatz. So richtig zufrieden mit meinen Skizzen bin ich zwar noch nicht, aber es macht trotzdem Spaß. 

Die Umrisse gibt es auch als kostenlosen Download. Vielleicht nicht unbedingt geeignet um zu sehen wie ein Schnitt bei der eigenen Figur wirkt (die Vorlagen haben überirdisch lange Beine), aber doch praktisch als Gedächtinisstütze was aus welchem Stoff werden soll oder könnte.

Und bei Euch? Schon an der Herbstgarderobe oder auch noch in der Planungsphase?

Samstag, 9. August 2014

Ein Hut - zwei Seiten

Nachdem ich meinen letzten gekauften Sonnenhut großzügig verschenkt habe brauchte ich dringend einen Neuen. Ich mag es nämlich gar nicht wenn mir die Sonne ungehindert längere Zeit auf den Kopf scheint.



Zwei erwachsenentaugliche Baumwollstoffe besorgt, das Schnittmuster vom Sonnenhut vom kleinen Mädchen verwendet und mir einen großen Kinderhut genäht.




Änderung zur Vorlage, den Hut als Wendehut gearbeitet. 




Jetzt kann sie scheinen die Sonne am Meer bei den felsigen Schären zum Kardamomgebäck. Bitte!

Freitag, 8. August 2014

Zwei Jeans - ein Teppich

Vor einiger Zeit musste ich mir eingestehen dass es unsinnig ist sich den Platz im Schrank dadurch zu verkleinern dass Hosen gelagert werden die leider nicht mehr passen. 
Für den Altkleidersack waren sie mir aber doch zu schade, also erst mal im Dachboden eingelagert und auf einen Verwendungszweck gehofft.




Zwei Jeans wurden zerschnitten, nach dieser Technik zusammengefügt, in Bahnen zerschnitten und wieder zusammengenäht bis ein rechteckiges Stück entstand.




Auf der Rückseite eine Lage Baumwolljersey für erhöhte Saugfähigkeit und etwas Gewicht, der Rand mit Schrägband eingefasst.

Nicht genäht aus purer Recyclinglust oder Langeweile sondern als nötigen neuen Teppich für unser Schlafmobil.




Der ausgiebige Wochenendtest hat allerdings ergeben dass der Teppich trotz Antirutschunterlage nicht so recht an seinem Platz liegen bleiben will. Also habe ich nachträglich nochmal eine Lage stabilen Baumwollstoff auf die Rückseite genäht in der Hoffnung dass das höhere Gewicht mehr Stabilität bringt.

Erneuter ausgiebiger Test folgt.

Sonntag, 13. Juli 2014

Lavena - Knotenkleid

Jetzt hab' ich auch ein Knotenkleid.

Jersey und ich wir sind ja nicht so dicke Freunde, aber da ich gerade dabei war und Urlaubskleider aus Webware nicht so praktisch in einem VW-Bus zu verpacken sind hab' ich mir jetzt noch ein Knotenkleid genäht.




Der Schnitt ist Lavena von Schnittquelle, der Stoff aus dem Lager, ein gutes Beispiel dafür dass man Stoff nicht lange lagern sollte. Gekauft habe ich den als ich begonnen habe zu nähen, also vermutlich 2011. Niemals würde ich heute einen Stoff mit einem amöbenartigen Muster kaufen.
Aber irgendwann muß er ja mal unter die Maschine, als Urlaubsstoff schön unempfindlich und heute wurde das Kleid zum Sonntagsausflug probegetragen.

Für den Besuch in der schönen Höhle (auch deswegen mit Leggins, 8°C sind dann doch alles andere als Sommer, natürlich mit Wanderschuhen dazu ... extrem schick, es gibt keine Beweisfotos) und rasante Fahrten auf der Bobbahn war das Kleid ideal.




Die Art des Knotes gefällt mir sehr, es ist so hoch verschlungen dass man das Kleid gut ohne ein Shirt darunter tragen kann. Nur das relativ gerade Rockteil ist für eine "Birne" nicht sooo ideal. Hier kann man das Problem etwas erahnen:




Obwohl ich den Schnitt größer gewählt habe als meinen Jackenschnitt ist für meineFigur das Kleid an der Hüfte etwas zu schmal, ich bin nicht "gerade" genug. Beim nähen kam mir noch dieser Post  in den Sinn, aber da war es schon zu spät. Im kurzen Rücken steht es dafür nicht auf, aber durch die Weite am Bauch wirkt das ganze schon etwas wie Umstandsmode.

... es ist ein Jerseykleid, es soll leger sein, es ist ein Jerseykleid, hauptsache es ist bequem, es muß ja nicht ins Büro mit, man braucht auch Freizeitkleidung, es ist noch nicht zuu eng ... (ommmmmmm)
:-) vielleicht schaff' ich es auch irgendwann meine Maßstäbe für Webware nicht auf Jerseykleider zu übertragen, ich übe fleißig weiter. An mir und an meinen Jerseykleidern.




Zum Quatsch machen ist es auf alle Fälle ideal! Also, doch perfekt ;-)

Mittwoch, 9. Juli 2014

MMM - Campingkleider

Auf Campingplätzen frühstückt man nicht mondän in seidenen Mänteln (wie auf Berliner Balkonen) sondern gemütlich in Jerseykombinationen die auch  im Waschhaus vor der Dusche auf eine Ablage gelegt werden können.

Der Urlaub rückt näher und ich hab' mich auf die Suche nach dem idealen Campingkleid gemacht.

Bequem, unempfindlich, aus nicht zuviel Stoff (Platz in einer Campingdusche ist meist begrenzt) und nicht nur ein Spaghetti-Träger-Hemdchen (die Reise geht nach Norden).

Versuch 1:



Schnittgrundlage: Color Block Dress von Salme
Stoff: grüner  und schwarz-weiß gestreifter Viskosejersey (längs gestreift ... ??? beim Kauf nicht bemerkt)
fliederfarbener Viskosejersey (Roter Faden) und grauer Baumwolljersey (siebenblau)






An der Hüfte weit genug dass es nicht im Hohlkreuz aufsitzt und obwohl schon im Grüßenverlauf zugeschnitten an der Schulterweite noch einiges weggenommen (der Schnitt ist nicht für Jersey gemacht).



Bestimmt wäre es mit Gürtel sehr viel vorteilhafter, aber ich nehm doch keinen Gürtel mit in die Dusche. Naja, bestimmt schläft es sich recht gemütlich darin ;-) .


Versuch 2:



Schnitt nochmal von Salme, V-neck Cap Sleeve Dress, allerdings den Rock nicht schmal zugeschnitten sondern soweit ausgestellt wie es meine Stoffbreite beim Zuschnitt zugelassen hat (hier wunderschön in Originalform bei Anni).
Stoff: Rib-Jersey von Stoff und Stil 




Das Kleid hat eine größere "Operation" hinter sich bringen müssen bevor es tragbar wurde. Im Oberteil 2 Größen kleiner und bereits in der Taille weiter zugeschnittten und zur Hüfte noch mehr dazugegeben sah es erst mal furchtbar aus. Aus leichterem Stoff hätte das Oberteil vielleicht so bleiben können, aber aus dem doch etwas stabileren Jersey war es seitlich viel zu viel. An der Hüfte hingegen saß es übertrieben figurbetont ;-)

Oberteil seitlich verschmälert und dann wieder den alten Trick angewandt. Kleid in der Mitte durchgeschnitten, angehoben und wieder zusammengenäht, dabei ein klein wenig den kurzen Rücken korrigieren können. Jetzt passt es über die Birnenhüfte. Dafür gab es nur noch einen sehr schmalen Saum, denn von der Länge konnte ich nicht noch mehr opfern. 

Tragbar, aber irgendwie nicht das gewünschte lockere Waschhauskleid.

Vielleicht mal Mira in Kleiderlänge probieren, oder doch endlich mal ein Knotenkleid nähen ...
heute auf jeden Fall ausgiebig beim MMM stöbern. Vielen herzlichen Dank den Damen der Crew für den wöchentlichen Einsatz und allen eine schöne Sommerzeit!






Und falls mich jemand so auf einem Campingplatz in Skandinavien gemütlich einen Tee trinken sieht, dann bitte "Hallo" sagen, dazusetzen und Reisetipps weitergeben. 
Ach, übrigens, was hier noch auffällt... nicht alle Camper tragen Crocs :-) 

Montag, 7. Juli 2014

Rosa Gänseblümchenkleid

Nachdem ich mir ein Anlasskleid mit rosa genäht habe hat das kleine Mädchen zum selbigen Anlass natürlich auch ein neues Kleid bekommen ... ebenso mit rosa. Sehr Rosa!




Es ist der gleiche Schnitt wie beim Apfelkleidchen, nur etwas verlängert. 
Burda 9/2012 Modell 152

Diesesmal nicht mit Paspel sondern mit "Wellen" (Originalton 4,5Jährige, für Erwachsene: Zackenlitze in pink).

Der süße Gänseblümchenstoff ist von Siebenblau.




Das kleine Mädchen ist recht zufrieden, das Kleid wird gerne getragen und man kann damit hervorragend klettern.




Mittwoch, 2. Juli 2014

MMM - Vogue 1353

Am letzten Samstag waren wir auf einer wunderschönen Hochzeit eingeladen und da die Braut viel näht war es Ehrensache im selbst genähten Kleid zu erscheinen.
(Achtung Handyfotos, perspektivisch nicht ganz korrekt, es mußte schnell gehen, keine Zeit um ruhig und unbeobachtet in eine Ecke zu stehen)





Der Schnitt ist Vogue 1353. Der Stoff ein Baumwoll-Strechsatin.

Hatte ich mich beim Bloggertreffen in Verl beim Stoffkauf noch vehement gegen mit Blumen bedruckten Satin gewehrt fand ich diesen Stoff mit rosa Blüten und bunten Vögeln im teuersten Stoffladen der Stadt wunderschön ... im Stoffladen ... zu Hause dann kamen mir Zweifel. Rosa! Wie konnte mir das denn passieren und dann noch so hell. 

Vielleicht hätte so manches Stadtoberhaupt gerne ein Kleidungsstück mit "Wappentier", darf ich vorstellen: mein Spatz.





Die Braut (auf diesen Fotos im Standesamtkleid, Samstags trug sie einen Traum aus Spitze) hatte mir ein "go" gegeben und der Stoff wurde doch verarbeitet.




Der Schnitt ist toll, ich mag die breiten sehr weit außen liegenden Träger, den in Falten gelegten Ausschnitt, die hohe Taille, den Rückenausschnitt und den Faltenrock (bei der Rückenansicht ein paar zusätzliche Falten vom Feiern).

Einzig den Abnäher am mittleren Vorderteil habe ich geändert. Er war mir am Probeoberteil zu "waagrecht", fühlte sich komisch an.




Oben der original Abnäher, mein Geänderter unten, etwas tiefer und schräg verlaufend.

Der Schnitt hat auf alle Fälle Wiederholungspotential.

Beim  MMM empfängt Wiebke uns heute ebenso in einem blumigen Kleid.